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  • AutorenbildSilke

Die gemeine Hasel




Die gemeine Hasel gehört zu den Birkengewächsen. Weitere Namen sind Hagennuss (Hag bedeutet Hecke), Lämmerschwanz und Märzennudel. Die beiden letzteren Namen sind wohl auf die langen männlichen Kätzchen zurückzuführen.


Die länglichen Kätzchen der Hasel zeigen sich schon im Herbst mit einer Größe von ca. 1-2 cm. Im Frühjahr erlangen sie eine Länge bis zu 8-10 cm und jedes Kätzchen kann bis zu 2 Millionen Blütenpollen in sich tragen. Zu früheren Zeiten wurden die Kätzchen getrocknet und gemahlen als Streckmehl verwendet.


Die kleinen weiblichen Blüten sind dagegen recht unscheinbar, aber recht gut durch ihre roten Narben erkennbar.


Die gemeine Hasel kann bis zu 7m hoch werden und neigt zu Stockausschlag. Das heißt, dass sie sich immer wieder selbst erneuern kann, auch wenn alle Äste / Stämme abgesägt wurden.


Zusammen mit der Birke und der Kiefer gehört sie zu unseren Pionierpflanzen, so waren sie nach der Eiszeit die ersten Bäume, die sich auf den kahlen Flächen der Erde angesiedelt haben.


Da das Holz der Haselnuss zu den am besten energieleitenden Hölzern gehört, wurden früher und teilweise auch heute noch, die Wünschelrute zur Ortung von Wasseradern und Erdstrahlung daraus geschnitten. Es heißt, dass aus dem Holz auch Zauberstäbe geschnitten wurden. Und bei Aschenputtel gab es sogar Zaubernüsse.


Bei den Römern galt der Haselstrauch als Symbol des Friedens. So symbolisierten die Unterhändler zur damaligen Zeit mit dem Haselzweig, dass sie in Friedensverhandlungen eintreten möchten. Genauso trugen keltische Richter Haselzweige bei sich, um weise Entscheidungen zu treffen.

Bei den Germanen und Kelten war die Hasel hochgeschätzt. Sie galt als Baum des Wissens. Heute wissen wir, dass die essentiellen Fettsäuren der Nuss gut für unser Gedächtnis ist.

Die Nuss der Hasel kennen wir alle. Sie enthält Vitamin E und B, Kalzium, Magnesium, Kalium und hat einen sehr hohen Fettgehalt. Gerade der hohe Vitamin B Gehalt sorgt für starke Nerven, Wachheit und Aufmerksamkeit. Studien belegen, dass der regelmäßige Verzehr von Haselnüssen den Cholesterinspiegel senkt und damit Herz-und Kreislauferkrankungen vorbeugt. Das enthaltene Biotin sorgt für kräftiges Haar und gesunde Haut. Eine Handvoll Nüsse pro Tag deckt unseren Vitamin E Tagesbedarf.

Die Haselnuss war schon früher eine feste Größe in der Ernährung und so ist es nicht verwunderlich, dass eine halbe Nussschale als Standardmaß bei der Ermittlung von Heilmengen galt.


Vielleicht hast du ja Lust aus der gemahlenen Haselnuss ein paar Energiekugeln für dich herzustellen?


Energiekugeln:

200 g gem. Haselnüsse

200 g geh. getr. Aprikosen

Saft einer Zitrone

1 TL Zimtpulver

Die Zutaten zu einer Teigmasse vermischen und daraus Kugeln formen. Diese in Kokosraspeln wälzen und über Nacht auf einem Gitter an der Luft trocknen lassen.


Guten Appetit!

39 Ansichten1 Kommentar

1 commentaire


kunze.petra
25 févr. 2022

Hallo Silke, ein toller Artikel. Wieder etwas gelernt😃 Das Rezept kenne ich mit Datteln, statt Aprikosen...auch sehr lecker.

Beste Grüße Petra

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